04.06.2012 :: Eine sportliche Reise führt Tervel Zwjatkow um die ganze Welt.

06 Tervel1 Tervel Zwjatkow hat im KSS Bautzen mit Karate begonnen und ist weltweit unterwegs, um seinem Hobby zu frönen.

Zum einen liebt er verschiedene Kulturen und zum anderen ist er halb Deutscher und halb Bulgare. Aus diesen Gründen reizte es ihn immer, auch in Bulgarien zu trainieren und dort zu kämpfen. Auch weil Bulgarien, besonders im finanziellen Vergleich, ein Underdog ist und die Voraussetzungen nicht immer optimal sind. Im Sommer 2010 hat er das erste mal an einem Trainingslager der Bulgarischen Nationalmannschaft teilgenommen und später noch an drei weiteren.

Im Januar 2011 ist er dem erfolgreichsten und modernsten Klub in Bulgarien, dem Karate Klub Nikon Sofia, beigetreten und gewann mit dem Team im Februar 2011 die Bulgarische Meisterschaft, ebenso 2012. Nach der Teilnahme an den Istanbul Open 2011 wurde er in die Nationalmannschaft aufgenommen. Es folgten die Paris Open 2012, die Balkan Championchips 2012 in Montenegro, einige andere Turniere auf dem Balkan, 2 dreiwöchige Trainingslager und schließlich die Chance auf seine erste EM Teilnahme – im Mai 2012 auf Teneriffa. Nach eigener Aussage hat er auf all diesen Turnieren sehr viel Lehrgeld bezahlt und bis er ganz oben mithalten kann, braucht es noch einiges an Zeit und Nerven, aber sein Ehrgeiz und Engagement ist bemerkenswert. Es sei dabei erwähnt, dass neben dem vielen Training auch noch viel Zeit, Kraft und auch Kosten von dem sympathischen Sportler aufgebracht werden müssen. Doch dies sieht er nicht als Belastung, sondern als Herausforderung. Ermutigt wird er dadurch, dass er selbst eine Leistungssteigerung über die letzte Zeit selbst wahrnimmt, auch wenn die zählbaren Erfolge noch fehlen.

06 Tervel2
Balkan Championchips, Team Halbfinale gegen Bosnien-Herzegowina

Die Europameisterschaft in Teneriffa war für den über zwei Meter großen Mann das größte Turnier seiner Karriere. Das Turnier fand im Süden der Insel in Adeje, einer der größten Touristengebiete des Insel, statt. Es wurde auf vier Turniertage gestreckt, plus einen welcher der Anmeldung diente. Die Halle war relativ klein, zumal Schulklassen eingeladen wurden, was sehr positiv war, welche jedoch einen ganzen Teil der Tribünen einnahmen. Das Klima (täglich mindestens 30 °C) machte sich in einer Halle mit nur wenigen kleinen Fenstern sehr bemerkbar.
 
Am Donnerstag fanden alle Einzelkategorien statt, am Freitag alle Teamkategorien, am Samstag alle Medaillenkämpfe im Einzel, am Sonntag alle im Team. Bei Tervels Einzelstart versagten ihm die Nerven und alles das, was in Trainingslagern und selbst beim Aufwärmen noch gut funktioniert hat, wurde zu Stein. Damit war sehr früh Schluss und der Frust groß. Als überragende Leistungen nannte Tervel Starter wie George Tzanos (-84kg), Rene Smaal (-75kg) sowie den Deutschen Jonathan Horne (+84kg) und bei den Frauen Jana Bitsch (-55kg) sowie die Kroatinnen. “Deutschland war sowieso in jeder Hinsicht Überraschung und Gewinner dieser EM. Der Teamgeist und die Entschlossenheit waren in der ganzen Halle zu spüren und die Kämpfe des Männerteams vor Spannung nicht zu übertreffen. Zumal es in einem Team Finale wohl kaum einen schlimmeren Gegner geben kann als die Türken, welche mit einem riesigen Tross auf den Tribünen die Stimmung nahezu diktieren. Es war insgesamt eine grandiose Erfahrung und man weiß, worauf man aufbauen muss. Eins ist Fakt, auch für alle sächsischen Athleten, welche sich langfristig hohe Ziele stecken: Die Athletik und Fitness bei Männern wie Frauen ist überragend und wird immer entscheidender. Ohne eine gezielte physische Vorbereitung im Kraft/Schnellkraft-, Ausdauer-, und Schnelligkeit/Sprint-Bereich wird man kaum noch eine Chance haben. So entsteht bei einer 6 Tage Trainingswoche ein Plan von 11- 12 Einheiten. Ebenso das Taktikbewusstsein ist entscheidend. Athleten sollten sicher sein, die neuen Regeln zu beherrschen und diese auch nutzen zu können. Auch in Teneriffa sind immer noch top Athleten in Führung liegend, mit 0:8 Hansoku ausgeschieden, weil sie den Gegner zum vierten Mal festgehalten oder erneut die Linie übertreten haben.”

Das nächste Hauptziel ist für Tervel die Weltmeisterschaft im November in Paris, wo jetzt schon die Finaltage ausverkauft sind, im größten Stadion von Paris mit 12.000 Sitzplätzen!

Bericht:
Ralf Ziezio (Pressereferent des SKB) und Tervel Zwjatkow

Melanie Stern

Medienbeauftragte
medien@karate-sachsen.de

Melanie Stern ist die Ansprechpartnerin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Sächsischen Karatebundes. Mit Leidenschaft für unseren Sport sorgt sie dafür, dass die Erfolge, Jubiläen und Veranstaltungen unserer Mitgliedsvereine die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Ihr Ziel ist es, das sächsische Karate in all seiner Vielfalt modern und lebendig zu präsentieren – online wie offline.

Folge uns gerne
auf Social Media

Starke Gemeinschaft. Stetiger Fortschritt. Nachhaltige Entwicklung.

Der Sächsische Karatebund vernetzt Vereine im ganzen Freistaat, organisiert Wettkämpfe und Lehrgänge und fördert Karate vom Breitensport bis zum Leistungssport.

Mit Ausbildung, Nachwuchsförderung und starken Vereinsstrukturen entwickeln wir den Karatesport in Sachsen nachhaltig weiter.

Karatekas
0
Jahre bestand
0 +
Mitglieds­vereine
0
Lizensierte Trainer in Sachsen
0
Nach oben scrollen