06.06.2012: Eine sportliche Reise führt Tervel Zwjatkow um die halbe Welt.

06 Tervel1Tervel Zwjatkow hat im KSS Bautzen mit Karate begonnen und ist weltweit unterwegs, um internationale Erfahrung zu sammeln.

In Deutschland trainiert er unter anderem beim KDVZ Magdeburg, SSK Jena und Bushido Waltershausen, doch durch seine bulgarischen Wurzeln reizte es ihn immer, eines Tages in Bulgarien zu trainieren, für das Land zu kämpfen und bei der Verbreitung des Sports zu helfen. So nahm er im Sommer 2010 das erste Mal an einem Trainingslager der Bulgarischen Nationalmannschaft teil.

Im Januar 2011 ist er dem erfolgreichsten Klub in Bulgarien, dem Karate Klub Nikon Sofia, beigetreten und gewann mit dem Team im Februar 2011 die Bulgarische Meisterschaft, ebenso 2012. Nach der Teilnahme an den Istanbul Open 2011 wurde er in die Nationalmannschaft aufgenommen. Es folgten die Paris Open 2012, die Balkan Championships 2012 in Montenegro, weitere Turniere auf dem Balkan, zwei zweiwöchige Trainingslager und schließlich die Chance auf seine erste EM Teilnahme – im Mai 2012 auf Teneriffa.

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Balkan Championchips, Team Halbfinale gegen Bosnien-Herzegowina

Es war für den Zwei-Meter- Mann das größte Turnier seiner bisherigen Karriere. Die Europameisterschaft fand in Adeje, einem der größten Touristengebiete der Insel, statt- bei 30°C und erstmals an vier Turniertagen.

Um die Halle gut zu füllen wurden auch mehrere Hundert spanische Schulkinder eingeladen, welche bei Kämpfen der Gastgeber für beste Stimmung sorgten. Bei Tervels Einzelstart fehlte noch die Nervenstärke und all das, was in Trainingslagern und beim Aufwärmen noch gut funktioniert hat, schien nicht abrufbar. Damit war die EM leider sehr früh zu Ende. Nach eigener Aussage hat er auf all diesen Turnieren Lehrgeld bezahlt und bis er ganz oben mithalten kann, braucht es noch einiges an Zeit und Nerven, aber sein Ehrgeiz und Engagement sind bemerkenswert. Es sei dabei erwähnt, dass neben dem vielen Training auch noch viel Zeit, Kraft und auch Kosten von dem sympathischen Sportler aufgebracht werden müssen. Doch dies sieht er nicht als Belastung, sondern als Herausforderung. Ermutigt wird er dadurch, dass er selbst einen deutlichen Leistungssprung über die letzten Jahre wahrnehmen konnte, auch wenn die zählbaren großen Erfolge noch fehlen.

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Als überragende Kämpfer des Turniers nannte Tervel u.a. Starter wie George Tzanos (-84kg, Griechenland), Rene Smaal (-75kg, Niederlande) sowie den Deutschen Jonathan Horne (+84kg) und bei den Frauen Jana Bitsch (-55kg) sowie die Kroatinnen.

“Deutschland war sowieso in jeder Hinsicht Überraschung und Gewinner dieser EM. Der Teamgeist und die Entschlossenheit waren in der ganzen Halle zu spüren und die Kämpfe des Männerteams vor Spannung nicht zu übertreffen. Zumal es in einem Team-Finale wohl kaum einen schwierigeren Gegner geben kann als die Türken, welche mit einem riesigen Tross auf den Tribünen die Stimmung nahezu diktieren.

Es war insgesamt eine grandiose Erfahrung und man weiß, worauf man aufbauen muss. Eins ist Fakt, auch für alle sächsischen Athleten, welche sich langfristig hohe Ziele stecken: Die Athletik und Fitness bei Männern wie Frauen ist überragend und wird immer entscheidender. Ohne eine gezielte physische Vorbereitung im Kraft-, Ausdauer-, und Schnelligkeits/Sprint-Bereich wird man kaum noch eine Chance haben. So entsteht bei einer 6 Tage Trainingswoche ein Plan von 11- 12 Einheiten. Zu empfehlen ist hierbei der Rahmentrainingsplan des DKV:  (http://www.karate.de/sites/default/files/Rahmentrainingsplan%20Kumite%20Senioren%202012.pdf )

Ebenso das Taktikbewusstsein ist entscheidend. Athleten sollten sicher sein, die neuen Regeln sicher zu beherrschen und diese auch für sich nutzen zu können. Auch auf Teneriffa sind immer noch Top- Athleten, in Führung liegend, mit 0:8 Hansoku ausgeschieden, weil sie den Gegner zum vierten Mal festgehalten oder erneut die Linie übertreten haben. Zudem möchte ich hierbei alle Mitglieder des SKB dazu auffordern, die Olympiakampagne „The K is on the way“ zu unterstützen und zu verbreiten, damit unser großartiger Sport 2020, vielleicht sogar in Tokyo, als olympische Disziplin die Welt begeistern kann! “

Das nächste Hauptziel ist für Tervel die Weltmeisterschaft im November in Paris, worauf er sich die nächsten 5 Monate vorbereiten wird. Schon jetzt sind die Finaltage in Paris ausverkauft, im größten Stadion der Stadt, vor 12000 Zuschauern! Unser Sport ist auf einem guten Weg.

Bericht:
Ralf Ziezio (Pressereferent des SKB) und Tervel Zwjatkow

Foto:
Christian Grüner (DKV Medienreferent)

Melanie Stern

Medienbeauftragte
medien@karate-sachsen.de

Melanie Stern ist die Ansprechpartnerin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Sächsischen Karatebundes. Mit Leidenschaft für unseren Sport sorgt sie dafür, dass die Erfolge, Jubiläen und Veranstaltungen unserer Mitgliedsvereine die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Ihr Ziel ist es, das sächsische Karate in all seiner Vielfalt modern und lebendig zu präsentieren – online wie offline.

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