15.01.2013 – Kampfrichter-Lehrgang in Kamenz

2013-01-14 KR-LG VorschaubildAm vergangen Samstag, den 12. Januar 2013, lud Kampfrichterreferent Wolfgang Weigert zum Kampfrichter-Lehrgang 2013 nach Kamenz ein.
Der Großteil der sächsischen Kampfrichter sowie ein paar interessierte Trainer folgten Wolfgangs Ruf ins Sportzentrum Tomogara Ryu.

Im ersten Teil des Lehrgangs erläuterte Wolfgang die aktuelle Wettkampfordnung. So gab er den Hinweis, dass es künftig Freestyle-Kata geben soll. D.h. dass die Schulen der einzelnen Stilrichtungen eigene Varianten der Kata festlegen können. Dadurch entstehe ein Problem bei Wettkämpfen: Es würde schwieriger, Kata-Varianten der Schulen von eigentlichen Fehlern zu unterscheiden.

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Ein weiteres Thema war das (Wettkampf-)Karate für Menschen mit Handicap. Zu dieser Angelegenheit war Stefanie Nagl, Beauftragte für Karate für Menschen mit Behinderungen im DKV, zu Gast.

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Nach einer kurzen Mittagspause war der praktische Teil des Lehrgangs an der Reihe. Zu Beginn teilte Wolfgang mit, dass er aufgrund seines neuen Amtes als Präsident des Deutschen Karate Verbandes (DKV) das Amt des sächsischen Kampfrichterreferenten niederlegt. Daraufhin schlug er Jan Geppert (SKB-Präsident), der zur Weltmeisterschaft im November 2012 in Paris seine Prüfung zum Weltkampfrichter erfolgreich ablegte, als seinen Nachfolger vor. Jan wurde einstimmig von den anwesenden Kampfrichtern gewählt.
Jan überreichte Wolfgang im Namen der sächsischen Kampfrichter eine Dankesurkunde und dankte ihm für die erfolgreiche 22-jährige Tätigkeit als Kampfrichterreferent.

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Im Anschluss wärmten sich alle unter Leitung von Wolfgang auf, bevor mit dem Kihon-Training begonnen wurde. Nach dem Kihon erklärte Wolfgang an Beispielen die Wettkampfregeln und wies nochmals auf im Kampf entscheidende Faktoren hin.

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Danach demonstrierte Stefanie Nagl Karatetechniken in einem Rollstuhl und erläuterte gemeinsam mit Wolfgang das Wettkampfkarate mit Menschen mit Handicap. Im Gespräch tauchten Fragestellungen und Probleme in Bezug auf das Beurteilen der Kata bei Menschen mit Behinderungen auf; so z.B. wie mit den diversen Behinderungsgraden zu verfahren ist. Beispielsweise wenn zwei Karateka im Rollstuhl gegeneinander antreten, einer von beiden die Arme ohne Probleme bewegen kann, jedoch der Andere auch dabei Schwierigkeiten hat.
So müsse man Kampfrichter speziell für solche Einsätze schulen. Existierende Vorkenntnisse bzgl. Krankheiten u.ä. wären dabei von Vorteil.

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Zum Schluss sollten die Kampfrichter einen eigenen Eindruck davon bekommen, wie man Karate mit einem Handicap bewerkstelligt. So zeigte einer der Teilnehmer die Kata Heian Shodan zwei Mal. Erst „normal” und ein zweites Mal mit einem mit Bandagen fixiertem Bein, um eine Spitzfußstellung zu imitieren.

Es war wieder einmal ein sehr lehrreicher Lehrgang, vor allem in Bezug auf Wettkämpfe mit Menschen mit Handicap.

Der Sächsische Karatebund dankt Wolfgang Weigert nochmals für seine langjährige Tätigkeit im SKB und wünscht Jan Geppert in seinem neuen Amt als Kampfrichterreferent viel Erfolg.

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Bericht & Fotos: Ron Beer (Pressereferent SKB)

Melanie Stern

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Melanie Stern ist die Ansprechpartnerin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Sächsischen Karatebundes. Mit Leidenschaft für unseren Sport sorgt sie dafür, dass die Erfolge, Jubiläen und Veranstaltungen unserer Mitgliedsvereine die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Ihr Ziel ist es, das sächsische Karate in all seiner Vielfalt modern und lebendig zu präsentieren – online wie offline.

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