Am 25. Mai 2013 richtete der Karateverein Thalheim e.V. einen Kobudo-Lehrgang mit Heinrich Büttner aus. Seit nunmehr fast zwanzig Jahren wird der traditionelle Lehrgang mit Heinrich Büttner in Sachsen ausgerichtet.
Zunächst fand er an jährlich wechselnden Orten statt, es kristallisierte sich jedoch heraus, dass die meisten Kobudo-Interessierten im Raum Erzgebirge wohnen und seitdem findet er stets in Thalheim statt.
Mit Unterstützung von Dirk Schüller (2. Dan Kobudo), Cheftrainer des Ausrichtervereins, lehrte Heinrich den Lehrgangsteilnehmern das Bunkai der Bo-Kata Choun no kon sowie die Tonfa-Kata dai San. Mit seiner ruhigen und sachlichen Art versteht er es die Teilnehmer für das traditionelle Mayatoshi-Kobudo zu begeistern.
Heinrich Büttner ist Träger des 5. Dan Okinawa Kobudo und hat den 6. Dan Goju-Ryu inne. Er betreibt Kobudo seit 1977 und ist offizielle Vertreter des Okinawa Kobudo Doushi Rensei Kai in Deutschland.
Der Karateverein Thalheim e.V. dankt Heinrich Büttner für die Lehrgangsleitung sowie allen Interessierten am Kobudo. Auch für das kommende Jahr ist ein Kobudo-Lehrgang mit Heinrich geplant.
Die Kunst des Kobudo beschäftigt sich mit dem Waffenkampf. Es entwickelte sich etwa Mitte des 17. Jahrhunderts, als während der Besatzung Japans durch die Shimazu das Tragen jeglicher Waffen verboten war. Um sich gegen die übermächtigen und sehr gut ausgebildeten Besatzer zu wehren, funktionierte die Bauernbevölkerung ihre Werkzeuge um. Die Waffen im Kobudo waren dazumal stets Alltagsgegenstände, die von den Herrschern nicht verboten werden konnten.
Bericht & Fotos: Ron Beer, Pressereferent SKB



