Am vergangenen Samstag, den 23. Februar 2013, richtete der Kampfkunst-Team GO-JU Chemnitz e.V. ein Kyusho-Seminar aus.
Ein Seminar mit Reanimation nach neurologischem K.O. zu beginnen ist schon merkwürdig und wenn es dann nur noch um Herz 3, Gallenblase 20 oder Dickdarm 10 geht, weiß man gar nicht mehr wo man ist…
Die Antwort ist einfach: beim Kyusho-Seminar und den versteckten Techniken. Wir sind als Gruppe mit 12 Personen bei wunderbarem Winterwetter und viel Schnee pünktlich in Chemnitz angekommen. Rund 50 Karateka waren anwesend, um sich in die Geheimnisse von Thomas Hagemann einweihen zu lassen. Die Einführung löste etwas Verwirrung aus, weil es wirklich um das Thema Reanimation und K.O. ging; ein gutes Zeichen für den Beginn eines Lehrganges? Der Rest war nicht so schlimm, wie der Anfing es vermuten ließ und alle hatten sehr viel Spaß und auch Schmerzen.
Es war schon erstaunlich, wie der Körper „manipuliert” werden kann. Mit Kraft war ein Mann nicht zu bewegen, mit leichten Streichelbewegungen und wenig Druck fiel er um! Auch die Vitalpunkte Herz 4, Gallengblase 10 usw. zeigten erstaunliche Wirkungen, wenn man sie fand! Wir drückten und probierten gegenseitig, bis die Arme rot oder teilweise auch dick waren. Thomas mit seinen sehr, sehr großen Händen fand jeden Punkt sofort was an einer heftigen Reaktion seines Partners zu erkennen war. Auch einen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem wir ein Dreieck beachten oder um Schmerzen erträglicher zu machen die Hände und Zunge in eine bestimmte Position zu bringen, setzten uns in Erstaunen. Auch wenn wir einige Techniken schon kannten, war die Fülle an Input überwältigend und lässt sich gar nicht so schnell verarbeiten. Es war wirklich für alle spannend und jeder Age Uke wird jetzt anders betrachtet als vor dem Seminar.
In diesem Seminar ging es übrigens nur um das Thema Arme und Hände; Körper und Beine werden gesondert behandelt, da ist also noch viel (Schmerz-)Potential vorhanden. Das war also sicher nicht die letzte Begegnung mit Kyusho. Das liegt auch an der tollen Ausrichtung durch Gerd Hahnemann und dem Trainer Thomas Hagemann vom Kampfkunstteam, denn es war alles sehr gut organisiert und auch kurzweilig, herzlichen Dank im Namen der Berliner.
Ich bin gespannt, wer am Montag zum Training erscheint und über welche Schmerzen klagt… Karate ist eben ein harter Sport!





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Marion Hornung, Jürgen Hornung, 8. Dan Goju-Ryu, Budo Akademie Berlin e.V.



