Am Wochenende vom 24. bis 26. Mai fand sich ein hochrangiger Gast beim Goju-Kai Kemtau e.V. ein. Leo Lipinski, Träger des 8. Dans Goju-Ryu und 7. Dans JKF-Goju-Kai, folgte der Einladung Gerrit Kretzschmars (Goju-Kai Kemtau)
nach Deutschland und gab mit einem seiner Schüler, dem Ungarn Paul Gila, einen interessanten Karate-Lehrgang. Selbst Karatekas aus Polen reisten eigens für den Lehrgang an.
Lehrgangsinhalt waren die Katas des Goju Karate: Beginnend von der Gekisai-Dai-Ichi über Saifa, Seienchin und Sanseru bis hin zur Sepai waren so gut wie alle Katas des Stils vertreten. Hierbei ging es weniger um den Ablauf der jeweiligen Kata selbst, als viel mehr um die Ausführung der einzelnen Technik.
Schwierig für manch einen war beispielsweise die unterschiedliche Atmung bei Sanchin und Tensho. Diese beiden für das Goju-Ryu repräsentativen Katas unterscheidet nicht nur die Gegensätzlichkeit der An- und Entspannung, sondern vor allem auch der Atmung. Neben den Katas stand natürlich auch das Kihon-Training auf dem Plan. Neben der Technik selbst, waren natürlich auch der Stand sowie die Körperhaltung entscheidend, um diese möglichst perfekt auszuführen.
Freitag als auch Samstag gab es nach dem Abendtraining jeweils ein gemütlichen Abendessen gemeinsam mit Leo und den anderen angereisten Karatekas aus Ungarn und Polen.
Nach der letzten anstrengenden Trainingseinheit an diesem Wochenende endete der Lehrgang am Sonntagmittag. Nach dem Leo von seinem bisherigen Werdegang im Karate erzählt hatte, erhielt er als Erinnerung an diesen lehrreichen Lehrgang vom Ausrichterverein ein kleines Gastgeschenk.
Leo Lipinski, der Zigeuner des Karate, wie er sich selbst bezeichnet, wurde 1946 in Südafrika geboren und kam erstmals 1962 mit Karate in Kontakt. Zunächst trainierte er Shotokan Karate und Shito-Ryu. 1968 reiste Leo über Hongkong nach Japan, wo er nun mit dem Training des Goju-Kai begann. Seit langem bereist er aller Herren Länder und gibt Lehrgänge, vor allem zu den Katas. Im Übrigen ist er der Präsident des JKF-Goju-Kai in Europa.
Dieser Lehrgang war der fünfte Besuch Leos in Deutschland. Wir alle hoffen, er wird schon bald wieder zu uns reisen und unterrichten.
Bericht & Fotos: Ron Beer, Pressereferent SKB



